WASSER · DEIN ALLTAG IST DER ANFANG
Trinken vergessen? Eine einfache Trinkroutine für Arbeit und Familie
Die Tasche ist gepackt, die nächste Aufgabe wartet – und dein Glas steht noch unberührt da. Wenn im vollen Tag das Trinken untergeht, probiere einen kleinen Anfang: einen passenden Ort, einen vertrauten Moment und ein Getränk in Reichweite.
Dieser Beitrag richtet sich an Erwachsene, die zwischen Arbeit und Familienaufgaben leichter ans Trinken denken möchten. Du brauchst dafür weder eine neue App noch eine besondere Flasche. Nimm, was du schon hast, und suche dir zunächst eine Idee aus.
Dein Anfang für morgen
Wenn ich __________, stelle ich mir Wasser bereit.
Ergänze einen Moment, der wirklich zu deinem Tag gehört. Zum Beispiel: „Wenn ich meinen Arbeitsplatz einrichte, stelle ich mein Glas daneben.“ Die Gelegenheit soll dich erinnern; sie legt weder deine gesamte Trinkmenge noch feste Trinkzeiten fest.
1. Gib deinem Getränk einen Platz
Überlege, wo du im Tageslauf tatsächlich vorbeikommst: am Schreibtisch, am Küchenplatz für eine Pause oder dort, wo du deine Tasche ablegst. Stelle dein Glas an einen dafür geeigneten, gut erreichbaren Ort. Neben einem Laptop sollte es sicher stehen; bei kleinen Kindern gehört ein zerbrechliches Glas außer Reichweite.
Du wechselst häufig den Ort? Dann kann eine vorhandene, gut zu reinigende Flasche praktischer sein. Entscheidend ist, dass du sie dabeihast und benutzen kannst. Eine hübsche Flasche im Schrank löst diese Alltagshürde noch nicht.
2. Verbinde das Bereitstellen mit etwas Vertrautem
Wähle eine Handlung, die ohnehin stattfindet: den Arbeitsbeginn, eine Pause zwischen Aufgaben oder das Heimkommen. Formuliere konkret, was du dann tust. „Wenn ich den Arbeitslaptop aufklappe, stelle ich mein Glas bereit“ lässt sich leichter ausprobieren als der Vorsatz „Ich muss künftig besser auf mich achten“.
Getränke bereitzustellen und das Trinken mit vertrauten Aktivitäten zu verbinden, nennt auch das IQWiG als mögliche Alltagshilfen. Welche Gelegenheit für dich brauchbar ist, findest du durch Ausprobieren heraus. Quelle: IQWiG ↗
Unsere Beispiele lassen sich in Pausen zwischen den Mahlzeiten einbauen. Richte deinen Tag dabei nach deinen Bedürfnissen und gegebenenfalls ärztlichen Vorgaben aus.
3. Löse die Hürde, die bei dir tatsächlich auftaucht
- Die Flasche bleibt zu Hause: Lege sie am Vorabend zur Tasche oder auf deine kurze Packliste.
- Am Arbeitsplatz fehlt der Nachfüllplatz: Kläre, wo du geeignetes Trinkwasser bekommst und wann du dort vorbeikommst.
- Der Verschluss ist umständlich: Prüfe zuerst ein anderes vorhandenes Gefäß, das sich leichter bedienen und reinigen lässt.
- Erinnerungen nerven dich: Probiere einen sichtbaren Platz statt zusätzlicher Handyhinweise.
- Der Tag läuft anders als geplant: Nutze die nächste passende Gelegenheit. Du musst keinen Plan lückenlos erfüllen.
Wenn du möchtest, bitte einen vertrauten Menschen um eine freundliche Erinnerung. Vereinbart, was dir hilft. Aus Unterstützung soll keine Kontrolle werden.
Sieben Tage ausprobieren, ohne daraus eine Prüfung zu machen
Die folgende Woche ist ein kleiner Versuch. Du beobachtest, was deinen Alltag erleichtert. Sie verspricht weder eine feste Gewohnheit in sieben Tagen noch eine bestimmte gesundheitliche Wirkung.
Tag 1 · Einen Platz wählen
Wo ist dein Getränk gut erreichbar? Probiere einen Ort aus.
Tag 2 · Einen Moment festlegen
Ergänze deinen Wenn-dann-Satz und stelle dir dort Wasser bereit.
Tag 3 · Den Weg vorbereiten
Was muss mit, wenn du das Haus verlässt? Nutze deine vorhandene Tasche oder Packliste.
Tag 4 · Eine Hürde ändern
Fehlt dir etwas Praktisches? Ändere nur diesen einen Punkt.
Tag 5 · Unterstützung wählen
Hilft dir eine Erinnerung durch jemanden? Du darfst auch allein weitermachen.
Tag 6 · Den anderen Tagesablauf mitdenken
Ein freier Tag kann anders aussehen. Wähle dafür eine eigene Gelegenheit.
Tag 7 · Etwas Brauchbares behalten
Was war leicht, was unpraktisch? Übernimm eine Idee in die nächste Woche.
EINE SEITE FÜR DEINEN EIGENEN VERSUCH
Deine Sieben-Tage-Vorlage
Mit Platz für deinen Erinnerungsmoment, kurze Beobachtungen und einen Rückblick. Zum Ausdrucken, ohne Anmeldung.
Vorlage herunterladen · PDF, 1 SeiteUnd wie viel solltest du trinken?
Die passende Trinkmenge ist eine andere Frage als die Organisation deines Tages. In unserem Wissensartikel zum Wassertrinken findest du die allgemeine Orientierung für Erwachsene und ihre Grenzen. Wasser ist das bevorzugte Getränk der österreichischen Ernährungsempfehlungen. Quelle: Gesundheitsportal Österreich ↗
Die Vorlage ist kein vollständiger Trinkplan: Ein Eintrag beweist keine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Sieh sie als Hilfe zum Beobachten. Wenn dir bei Herz- oder Nierenerkrankungen eine bestimmte Trinkmenge vorgegeben wurde, gilt diese auch beim Ausprobieren. Für Kinder gelten andere Maßstäbe.
Ein kleiner Schritt reicht für den Anfang. Vielleicht ist es morgen nur das Glas, das nicht mehr im Schrank bleibt. Danach kannst du entscheiden, was du beibehalten möchtest.
Quellen und Einordnung
- IQWiG: Im Alltag genug trinken – Tipps und Hilfen · Grundlage für die allgemeinen Alltagshilfen und individuelle Unterschiede.
- Gesundheitsportal Österreich: Wie viel soll man trinken? · Einordnung der Getränkeauswahl.
Quellen geprüft am 24. Oktober 2026. Die Sieben-Tage-Abfolge und die Vorlage sind eine eigene redaktionelle Organisationshilfe von WERTVOLL-PLUS, kein wissenschaftlich geprüftes Programm. Der Beitrag enthält keine Produkttests oder vergüteten Empfehlungslinks. Allgemeine Informationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.